MFC 08 Lindenhof e.V.

MFC 08 - Was denn sonst?

Tennis: Damen 65 - Besuch des Jungbuschs

Vom Rotlichtmilieu zum Szenenviertel

Treffpunkt war 18:00 Uhr an der Teufelsbrücke (Kulturdenkmal und älteste Brücke in MA über den Verbindungskanal) mit unserem Stadtführer, der uns zunächst die direkt angrenzenden Gebäude, wie das Kreativwirtschaftszentrum C-HUB (ähnlich wie auf dem Lindenhof das Mafinex) erläuterte. Gleich daneben eine Galerie für Wechselausstellungen. Angrenzend daran die Kaufmannsche Mühle, in der sich heute Büros und Wohnungen befinden. Das Gebäude wurde - bis auf Großteile der Außenfassade – vollkommen erneuert. Dies ist hervorragend gelungen.

Unser Rundgang führte uns zur Spatzenbrücke (gleiche Bauzeit wie Teufelsbrücke), von dort zurück in die Kirchenstraße, mit der dort ansässigen Hafen-/Schifferkirche, zu der auch ein Schiff zählt. Da der Jungbusch von den Folgen des zweiten Weltkriegs zum Großteil verschont geblieben ist, sind die Straßenzüge geprägt von alten Häusern aus der Gründerzeit, die zum Teil sehr liebevoll hergerichtet sind. Weiter ging es durch die Jungbuschstraße mit ihren zahlreichen Kneipen und Cafe’s, wie Nelson, Onkel Otto und Kombüse, um nur einige zu nennen. Was folgte war ein kleiner Abstecher in das wohl ältestes Fitness-Studio von Mannheim: Die Muckibude in der Böckstraße (annerschd wie woannerschda). Nicht fehlen durfte natürlich das berühmte Sackträgerdenkmal im Herzen des Jungbusch. Unser Reiseführer und einige sangesfreudige Mitläufer ließen auch sogleich das Sackträgerlied anklingen. Sehenswert auch die Bilderwände an dem früheren Pferdestall der „Straßenbahn“, als diese noch von Pferden gezogen wurden.

Nach einem kurzen Abstecher zur Dahlbergstraße und Blick in die Schanzengasse, wo von Friedrich Engelhorn der Grundstein zur Gründung der BASF gelegt wurde, ging es weiter zum Popakademie, ein Aushängeschild Mannheims. Hier gingen Namen hervor, wie Tim Benzko, Joris, Alice Merton u.v.m.

Nach einem fast 2-stündigen Rundgang durch den Jungbusch, fand dieser seinen Abschluss mit einem gemeinsamen Essen in der „Küche“ im Musikpark Mannheim, eines der Gründerzentren in Mannheim.

Abschließend kann man sagen, dass man durch die Führung einen guten Einblick erhalten hat, wie der Jungbusch im Laufe seines Bestehens sein Gesicht mehrfach verändert hat. Von einer ursprünglich gutbürgerlichen Wohngegend zum reinen Arbeiterviertel, über das Rotlichtmilieu zum heutigen Szenenviertel.

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